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UMSCHALTEN NACH BALLGEWINN IM 7 vs 4

Hallo liebe Trainerkollegen.

Neue Woche, neue Trainingsübung für Dich. Heute geht es um das Umschalten von Abwehr auf Angriff, Genauer gesagt, um das Umschalten nach Ballgewinn im 7 vs. 4.

Umschalten wird im heutigen Fußball immer wichtiger. Sowohl das Umschalten in die Defensive, als auch wie heute in die Offensive. Denn das immer schneller werdende Spiel lässt für unsere Spieler immer kürzere Entscheidungszeitfenster zu. Die Spieler müssen also in immer kürzerer Zeit Entscheidungen bzw. die richtigen Lösungsmöglichkeiten für die entsprechenden Spielsituationen finden. Das verlangt den Spielern sehr viel kognitive, aber auch physische Leistung ab. Die heutige Trainingsform beschäftigt sich daher mit den ersten Elementen des Umschaltens nach Ballgewinn.

Schwerpunkte:

🔸 Gegner geschickt lenken, um Pressingsituationen in Unterzahl herzustellen
🔸 Orientierung & Wahrnehmung
🔸 Umschalten von Defensive auf Offensive
🔸 Ballsicherung
🔸 Passspiel

Coaching:

🔸 Wahrnehmung  – Wo pressen wir am Besten?
🔸 Timing – Wann pressen wir am Besten?
🔸 Anlaufen & Abklemmen des Gegners
🔸 Abwehrverhalten in 1 vs. 1, 2 vs. 1 Situationen
🔸 Geduld aufbringen – nicht zu früh anlaufen

Grundaufbau

Abb.1 – Grundaufbau

In der obigen Abbildung (Abb.1) siehst Du den heutigen Grundaufbau der heutigen Trainingsform. Gespielt wird in einem ca. 35m x 25m abgesteckten Feld, welches in der Mitte noch einmal in zwei Hälften unterteilt wird. Die Größe des Spielfeldes richtet sich aber nach der Anzahl der Spieler, die Dir zur Verfügung stehen. In der Abbildung habe ich Dir die Trainingsform einmal in einem 7 vs. 4 plus 3 eingezeichnet. Du kannst die Trainingsform aber beliebig mit einer anderen Spieleranzahl durchführen. Wenn Du bspw. nur 12 Spieler zur Verfügung hast, dann spielst Du ein 6 vs. 4 plus 2. Bei 10 Spielern kannst Du ein 5 vs. 3 / 5 vs. 4 plus 2 / 1 spielen lassen. Wichtig ist nur, dass Du bei niedriger oder höherer Spieleranzahl das Spielfeld entsprechend anpasst. Ich empfehle Dir maximal in einem 8 vs. 5 plus 3, also mit maximal 16 Spieler diese Trainingsform zu trainieren.

Hauptteil

Grundablauf


Abb.2 – Grundablauf – Phase 1

Abb.2 zeigt Dir einmal den generellen Grundablauf der Trainingsform. Gespielt wird im 7 vs. 4 in einer Hälfte des abgesteckten Spielfeldes. 3 Spieler der Mannschaft, die den Ball erobern soll warten bzw. bleiben zunächst in der anderen Spielfeldhälfte. Ich nenne diese Trainingsform daher auch immer gerne 7 vs. 4 und 3 bleiben. Mannschaft ROT spielt auf Ballbesitz und versucht möglichst viele Pässe in ihren eigenen Reihen zu spielen (Abb. 3 – 5).


Abb.3 – Grundablauf – ROT hält den Ball in den eigenen Reihen

Abb.4 – Grundablauf – Möglichst die gesamte Breite, Tiefe und das Zentrum besetzen

Je nachdem welchen Trainingsschwerpunkt Du als Trainer in der Trainingsform umsetzen möchtest, wird dein Coaching mehr auf die ballbesitzende Mannschaft (hier ROT) oder auf die ballerobernde Mannschaft (hier BLAU) abzielen. Da wir für die heutige Trainingsform das Umschalten nach Ballgewinn in den Fokus nehmen, steht für uns natürlich das Coaching der ballerobernden Mannschaft im Vordergrund. Dennoch solltest Du auch bei der Ballbesitzmannschaft auf die Basics achten, wie z.B. das Besetzen der gesamten Breite, der Tiefe und des Zentrums, so dass sich ROT  „spielgemäß“ verhält.


Abb.5 – Grundablauf – Und immer wieder Anbieten und Freilaufen

Mannschaft BLAU versucht den Ball zu erobern (Abb.6). Gelingt ihr die Balleroberung (Abb.7), so schaltet BLAU direkt um und verlagert das Spiel in die eigene Hälfte, in der die verbliebenen Spieler stehen. Nun rücken ALLE (Abb. 8) Spieler von BLAU sowie vier Spieler von ROT aus der unteren Hälfte in die obere Hälfte nach und spielen dort wieder 7 vs. 4 (Abb.9). Somit bleiben nun drei Spieler von ROT in ihrer Hälfte stehen und warten auf die Rückeroberung des Balles ihrer Mitspieler.


Abb.6 – Grundablauf – BLAU muss auf den richtigen Moment zum Pressen warten

Abb.7 – Grundablauf – Geduld zahlt sich aus – BLAU erobert den Ball und verlagert das Spiel

Als Trainer neigt man oft dazu, sich zu sehr auf die Spielsituationen zu fokussieren, in denen der Ball involviert ist. Doch der Umschaltmoment erfordert von Dir als Trainer, dass Du auch die wartenden Spieler im Blick hast und darauf achtest, wie diese sich in ihrer Hälfte positionieren. Es ist wichtig, dass auch hier sowohl die Breite, als auch die Tiefe besetzt werden und es eine Tiefenstaffelung gibt. Dies erleichtert das Zusammenspiel unmittelbar nach der Verlagerung. Denn je nach Situation ist genau dieses Zeitfenster, in der das Spiel verlagert wird, das optimale Zeitfenster für ein direktes Gegenpressing des Gegners.


Abb.8 – Grundablauf – Nach der Spielverlagerung müssen alle schnell nachrücken

Abb.9 – Grundablauf – BLAU spielt nun auf Ballbesitz und ROT „jagt“ den Ball hinterher

Aber bevor der Umschaltmoment gelingt, musst Du dein Coachingteam erst einmal so vorbereiten, dass diese auch in der Lage ist den Ball zu erobern. Da wären wir nun also bei den Coachingdetails, die Du beachten musst. Eingangs habe ich Dir unter dem Punkt Coaching bereits zwei Fragen gestellt: Wo und wann pressen wir? Dies hängt natürlich von der jeweiligen Spielsituation ab. Gibt es technische Fehler? Dann ist dies ein Pressingsignal. Gibt es Spieler, die geschlossen zu ihren Anspielstationen stehen? Dann ist das ein Pressingsignal. Wird ein hoher Ball gespielt? Dann ist dies auch ein Pressingsignal. Denn solche Bälle zu verarbeiten kostet Zeit. Zeit, die man heutzutage kaum noch hat.

Dies sind Signale, die die Spieler schnell selber erkennen können, die Du aber immer einfordern musst. Als Trainer solltest aber auch darauf achten, dass die Spieler als TEAM agieren und als Team den gegnerischen Ballbesitz auf eine Seite lenken. Sobald der Ball auf eine Seite gespielt wurde, gilt es nun den Gegner dort „festzunageln“ und nicht mehr rauszulassen. Das heißt, dass dein Coachingteam vor allem die Spielverlagerungen zustellen muss. Dies erfordert zum einen Orientierung im Raum und zum anderen die Wahrnehmung meiner Gegenspieler im Rücken. Genauer gesagt: stehen mögliche Anspielstationen in meinem Deckungsschatten und haben wir als Mannschaft, die den Ball erobern möchte, auch eine Tiefenstaffelung, sodass mit dem ersten Pass nicht gleich alle vier Spieler ausgespielt und das Spiel doch verlagert werden kann?

Ein weiteres Coachingdetail bezieht sich auf das Timing. Erkenne ich Pressingsignale, muss ich natürlich schnell handeln und meine volle Energie in die Möglichkeit der Balleroberung aufbringen, denn sonst könnte sich das kurze Zeitfenster, in dem ich die Möglichkeit auf den Ballgewinn habe, längst wieder geschlossen haben. Aber was ist, wenn es einfach keine Pressingsignale gibt? Permanent den Ball hinterher jagen in der Hoffnung, der Gegner kommt damit in die Bredouille? Das wird ganz schön viel Kraft und Energie kosten und verleitet die Spieler auch oftmals dazu, nicht geordnet gegen den Ball zu arbeiten. Ist der Gegner aber geordnet und es gibt keine Pressingauslöser, muss dein Coachingteam geduldig sein und – wie die Schlange vorm Hasen – auf den richtigen Moment warten.

Auch für diese Trainingsform habe ich wieder aufbauende Variationen für Dich erstellt, die auf den Grundaufbau und den Grundablauf aufbauen und die Trainingsform mehr spielnähe verleihen. Hierzu gibt es auch einen kleinen Auszug auf meinem YOUTUBE-Kanal MAKEsoccer. Um vollen Zugriff auf die Variationen zu erhalten, kannst Du Dich schnell, einfach und sehr kostengünstig als PREMIUMLESER registrieren.


Ich hoffe, ich habe Dir mit der heutigen Trainingsform und den Variationen, wieder ein bisschen Anregung für Dein Training und Dein Coaching geben können.

Wenn Dir Training und die heutigen Variationen gefallen haben, dann schau auch unbedingt einmal auf meinem INSTAGRAM-Kanal @MAKEsoccer und auch auf meinem YOUTUBE-Kanal vorbei. Dort wirst Du immer informiert, wenn es eine neue Trainingsübung, Variationen zu den Trainingsübungen oder auch Videos auf YouTube gibt.

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„Diese Grafiken sind erstellt mit easy Sports-Graphics – www.easy-sports-software.com

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