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Positionstechniken im Aufwärmen

Das Taktiktraining ist ein wichtiger Bestandteil eines jeden Trainings. Sicherlich wirst auch Du in deinem Training viele taktische Dinge mit Deiner Mannschaft trainieren. Auch wir beschäftigen uns hier auf MAKEsoccer vermehrt mit taktischen Trainingsformen.

Aber bei allen taktischen Trainigsformen müssen wir auch einen ganz wichtigen Aspekt immer im Kopf haben und dürfen diesen nicht vernachlässigen. Es handelt sich um die Technik. Genauer gesagt um die Individualtechnik unserer Spieler. Und wenn Du es noch genauer wissen möchtest: um die Positionstechniken.

Heutzutage wird zwar fast schon vorausgesetzt, dass ein Spieler, um flexibel einsetzbar zu sein, beinahe jede Position spielen können muss, aber Du wirst uns sicherlich zustimmen, dass dennoch jeder Spieler auf den verschiedenen Positionen, verschiedene technische Fähigkeiten und Fertigkeiten beherrschen muss.

Die Technik kann man folgendermaßen beschreiben:

„Die sportliche Technik ist ein in der Praxis erprobtes, effektives und charakteristisches Verfahren zur Lösung einer sportlichen Bewegungsaufgabe“ (nach Meinel, 1961, S.242)

Demnach wird eine Technik niemals zum Selbstzweck, sondern beinhaltet immer eine problemorientierte Lösung wie bspw. das Umspielen eines Gegners per Dribbling oder Pass, das Spielen einer Flanke zum Mitspieler oder auch die Ballan- und -mitnahme in den freien Raum. Hier könnten wir Dir jetzt zig weitere Punkte aufzählen, wollen aber nun so langsam zur heutigen Trainingsform übergehen.

Diese beschäftigt sich heute mit Positionstechniken und eignet sich vor allem für den vorbereitenden Aufwärmteil Deines Trainings. Es werden flache Pässe und Flugbälle sowie gegnerüberwindende und ballhaltende Dribblings aber auch Ballan- und -mitnahmen trainiert. Du als Trainerfuchs wirst jetzt sicherlich direkt wissen, welche Positionen im Spiel diese Techniken am ehesten beherrschen müssen. Genau, es sind die Flügelspieler bzw. auch die Außenverteidiger. Wobei natürlich diese Techniken auch auf anderen Positionen zur Anwendung kommen und es auch hier kein schwarz und weiß bei der Trennung von Techniken gibt.

Schwerpunkte:

🔸 Passtechniken flach und hoch
🔸 Dribblings gegnerüberwindend & ballhaltend
🔸 Ballan- und Mitnahmen hoher Bälle
🔸 Verwerten und Abwehren von Flanken (Premiuminhalt)

Coaching:

🔸 Körperhaltung & Fußstellungen
🔸 Individualtechniken Passen, Flanken, Dribbeln
🔸 Anbieten & Freilaufen (Premiuminhalt)
🔸 zielstrebig Umschalten (Premiuminhalt)
🔸 Blickkontakt zwischen Passgeber und -empfänger

Grundaufbau

Abb.1 – Grundaufbau

Für die Trainingsform benötigst Du mind. 10 bis 12 Feldspieler und 2 Torhüter.  Wenn Du keine Torhüter zur Verfügung hast, dann sollten es mind. 12 Feldspieler für diese Trainingsform sein.  Baue ein Dribbelfeld gemäß der Abb.1 auf. Wenn Du keine vier Minitore zur Verfügung hast, dann kannst Du diese wie immer durch Stangentore ersetzen. Im Dribbelfeld baust Du weitere Stangentore als Dribbeltore auf und teilst dann die Hälfte Deiner Spieler mit Ball in dieses Feld ein.

Außerhalb des Dribbelfeldes positionierst Du 4 Pylonen. Die Abstände der einzelnen Pylonen musst Du entsprechend dem Niveau und dem Alter Deiner Spieler anpassen. U10-Spieler werden sicherlich noch keine Flugbälle wie U19-Spieler spielen können. Passe die Abstände also entsprechend an. Verteile dann die restliche Hälfte Deiner Spieler gem. der Abb.1 auf die Pylonen.

Grundablauf

Abb.2 – Grundablauf des Basisaufbaus

Wechsel bei der Trainingsform regelmäßig die Aufgaben. D.h., dass Du die Spieler außen mit den Spielern von innen die Aufgaben wechseln lässt. Wann Du den Aufgabenwechsel vornimmst ist Dir überlassen. Wir erachten aber 4-5 Minuten als sinnvoll.

Dribbelfeld:

1.
Der Ablauf im Dribbelfeld ist erst einmal recht simpel. Jeder Spieler erhält erst einmal einen Ball am Fuß mit der Aufgabe frei im Feld zu dribbeln. Dabei sollen die Stangentore so oft es geht mit unterschiedlichen Aufgaben einbezogen werden, z.B.:

  • Slalomdribbling
  • durchdribbeln und in Gegenrichtung abkappen
  • durchdribbeln und mit Sohle zurückziehen
  • durchdribbeln und mit Schere in Gegenrichtung
  • vor dem Tor fintieren (Übersteiger, Schere, hinter dem Standbein mitnehmen, etc.)

2.
Sind Deine Spieler auf Betriebstemperatur angekommen, können wir im Dribbelfeld nun etwas intensiver agieren. Dafür geben zwei der im Dribbelfeld postierten Spieler nun ihren Ball ab. Sie werden zu Jägern. Die restlichen Spieler im Dribbelfeld sollen nun innerhalb einer vorgegebenen Zeit ihren Ball gegen die Jäger behaupten. Erobert ein Jäger einen Ball, so wird er zum Dribbler und der Dribbler wird zu einem Jäger. Ist die Zeit abgelaufen, so müssen die letzten beiden Jäger eine Zusatzaufgabe machen:

  • Tempodribbling um alle äußeren Pylonen
  • Liegestütz
  • Squat-Jumps
  • Burpees, etc.

3.
Die dritte Variation für das Dribbelfeld macht aus der individuellen Balljagd nun einen Team Wettkampf. Dafür werden nun zwei Jäger fest bestimmt. Die Dribbler sollen nun innerhalb einer vorgegebenen Zeit so viele Stangentore wie möglich durchdribbeln. Für jedes durchdribbelte Stangentor gibt es ein Punkt. Die Spieler sollen ihre Punkte LAUT zählen und müssen dabei auch die Nummern der Mitspieler dabei bedenken. Die Jäger können ebenfalls punkten, in dem sie den Dribblern den Ball abjagen und dann in eines der Minitore abschließen. Die Dribbler dürfen dies verhindern und ihren Ball zurück erobern. Gelingt es dem Jäger dennoch ein Tor zu erzielen, holt der Dribbler den Ball aus dem Tor und dribbelt wieder los, während der Jäger direkt wieder auf Balljagd geht.

äußere Spieler:

Während im inneren Dribbelfeld das Dribbling im Vordergrund steht, steht im äußeren Feld das Passen und Spielen von Flugbällen im Fokus. Unten erklären wir Dir der Einfachheit halber den Ablauf nur über die rote Seite, da die blaue Seite den selben Ablauf hat.

Abb.3 – Grundablauf im äußeren Feld

Der erste Spieler mit Ball (unten) spielt einen flachen, scharfen Pass (1) (später einen Flug- bzw. je nach Distanz einen Chipball) zum Spieler ohne Ball (oben). Der Spieler ohne Ball lässt den Pass auf den entgegenkommenden Passgeber (3) klatschen (2). Anschließend läuft er nach unten auf die Position des Passgebers und agiert dabei als passiver Störspieler. Der Passgeber nimmt den Klatschball wieder auf und umspielt den passiven Störspieler (3). Sobald er die obere Pylone erreicht hat, spielt er aus der Bewegung einen Ball zur blauen Seite rüber. Dort beginnt nun der selbe Ablauf in umgekehrter Richtung. Folgende Techniken kannst Du für den Wechsel von rot nach blau und umgekehrt einfordern:

  • Pass mit der Innenseite (flach)
  • Pass mit dem Innenseitspann (flach)
  • Pass mit dem Innenseitspann (Flugball)

Die Basistrainingsform haben wir natürlich noch nicht vollständig ausgereizt und es gibt noch viele Möglichkeiten, um beide Felder variabel zu verändern und sogar miteinander zu verknüpfen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Eine Erweiterung in der wir beide Felder miteinander verknüpfen haben wir für Dich heute im Premiumteil. Gerne kannst Du uns einmal Deine Ideen zu dieser Trainingsform per Email einsenden. Wir können Dir dann gerne einmal Feedback über Deine Ideen dazu geben und werden Deinen Vorschlag auf Youtube einmal vorstellen!


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Ich hoffe, wir haben Dir mit der heutigen Trainingsform, den Variationen und Weiterentwicklungen, wieder ein bisschen Anregung für Dein Training und Dein Coaching geben können.

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