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Lenken des gegnerischen Spielaufbaus gegen eine Dreierkette – VARIATIONEN

Schön, dass Du wieder auf meinem Blog vorbeischaust Coach. In der vergangenen Woche haben wir das Lenken des gegnerischen Spielaufbaus gegen eine Dreierkette trainiert. Du kannst Dir die Spielform >>> HIER <<< noch einmal anschauen.

Dabei habe ich Dir eine Möglichkeit gezeigt, den Gegner aufgrund der numerischen Unterzahl in der vordersten Reihe, erst einmal mit der Spitze so anzulaufen, dass er nicht über das Zentrum spielen kann. Der gegnerische Spielaufbau sollte also möglichst auf den äußeren Innenverteidiger gelenkt werden, um ihn anschließend in eine Pressingfalle ins Zentrum zu locken.

Zwar haben wir in der Vorwoche über beide Seiten trainiert, allerdings war das Ganze noch etwas statisch. Zudem gehört stupides Taktiktraining oftmals nicht zu den lieblings Trainingsinhalten eines Spielers. Daher will ich Dir heute einmal 2 Variationen vorstellen, wie Du als Coach die letzte Trainingseinheit zum einen spielnäher durchführen kannst und zum anderen stelle ich Dir einmal eine Variation vor, die für die Spieler sicherlich etwas mehr Spaß machen wird, da sie Taktiktraining und motivierende Torabschlüsse verbindet.  Wie in der Vorwoche kommt es aber auch hier auf ein detailliertes Coaching an!

Schwerpunkte:

🔸 Lenken des gegnerischen Spielaufbaus
🔸 Erkennen von Pressingsituationen – Orientierung & Wahrnehmung
🔸 Umschalten von Defensive auf Offensive
🔸 Ballsicherung
🔸 Passspiel

Coaching:

🔸 Abstände zum Gegner / den eigenen Mitspielern  – Orientierung im Raum
🔸 Timing – Wahrnehmung
🔸 Anlaufen & Abklemmen des Gegners
🔸 Abwehrverhalten in 1 vs., 2 vs. 1 Situationen

Grundaufbau

Abb.1 – Grundaufbau

In der obigen Abbildung (Abb.1) siehst Du noch einmal den Grundaufbau der letzten Trainingseinheit. Diesen behalten wir für die erste Variation genauso bei. Wir müssen also nichts verändern. Das Einzige, was sich verändert, ist der Ablauf der Übung.

Variationen

Variation 1


Abb.2 – Grundablauf

War Team Rot in der Vorwoche noch auf eine Seite gebunden und durfte das Spiel nicht verlagern, erweitern wir in Variation 1 nun die Übung so, dass Team Rot nach Spieleröffnung durch den TW in einer der beiden Hälften verlagern darf. Es wird jetzt also über die gesamte Spielfeldbreite gespielt.

Die gezogene, gestrichelte Linie, die die Spielhälften voneinander trennt, sollte zur Orientierung der Spieler beibehalten werden. Wie Du der Grafik oben entnehmen kannst (Abb.2), verlagert der rote, zentrale Innenverteidiger auf die andere Seite. Entsprechend sollen und müssen Spieler ebenfalls in die andere Hälfte rüberschieben. Achte darauf, dass die Schiebebewegungen spielnah sind. D.h., dass auch nur die Spieler in die andere Spielhälfte verschieben, die in der Grafik mit einem Pfeil markiert wurden. So schieben von Team rot der Verlagerungsspieler (zentraler Innenverteidiger) sowie der ballnahe Sechser in die andere Hälfte rüber und von Team blau die Spitze und der Achter. Wobei der Achter nach hinten abkippt. Der blaue Sechser bleibt in der anderen Hälfte und schiebt auf die freigewordene Achterposition vor. Der Achter, der in die andere Hälfte verschoben ist, lässt sich entsprechend auf die Sechserposition fallen. So ergibt sich in der anderen Hälfte wieder ein 4 vs. 4 (s.Abb.3). Team rot könnte jetzt natürlich auch wieder verlagern, wenn die blaue Spitze entsprechend die Verlagerungsoption nicht zu stellt.


Abb.3 – Team rot hat verlagert

Variation 2


Abb.4 – Variation 2 – Torabschlüsse nach Spielverlagerung

Für Variation 2 wird das Spielfeld auf der einen Seite in der Breite begrenzt, sodass in einer Spielfeldhälfte nur auf einer Breite bis zum 16er gespielt wird, da sonst das Spielfeld zu groß wäre. Zusätzlich wird auf Höhe der Mittellinie ein Großtor mit Torhüter aufgestellt.

Team rot hat nun wieder die Aufgabe aus dem Spielaufbau aus der Dreierkette entweder ein Tor über das Minitor oder über das Dribbeltor zu erzielen. Team Blau hat zunächst ebenfalls die selben Aufgaben, nämlich das Lenken des gegnerischen Spielaufbaus, sodass sie in Ballbesitz und selber auf das Großtor zum Abschluss kommen können.

Team rot darf wieder verlagern. Neu ist nun, dass bei der Verlagerung nur die in der anderen Hälfte postierten Spieler agieren dürfen. Die Übung verliert zwar jetzt ihre Spielnähe, wird aber für die Spieler interessanter, da jetzt ein 2 vs. 2 auf das Großtor an der Mittellinie ausgespielt werden soll. Bei Balleroberung durch Team blau wird wieder im 6 vs. 6 aufs Großtor von Team rot gekontert. So werden taktische Elemente mit motivierenden Elementen kombiniert, sodass der Spaß der Spieler nicht zu kurz kommt. Team rot wird sicher nun öfter versuchen, in die andere Hälfte zu verlagern, sodass Team blau nun noch geschickter Anlaufen und Abklemmen muss, um Team rot in der „Taktikhälfte“ festzumachen.

Heute habe ich Dir zwei Variationen gezeigt, wie Du die Trainingsübung aus der Vorwoche erweitern und abändern kannst, sodass noch mehr Spielnähe gegeben ist, aber auch der Spaßfaktor für Deine Spieler nicht zu kurz kommt. Schließlich wollen Spieler vor allem eines: Tore schießen!


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„Diese Grafiken sind erstellt mit easy Sports-Graphics – www.easy-sports-software.com

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