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FREILAUFVERHALTEN DER SPITZE

Das Spiel in die Spitze gehört sicherlich zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Fußball. Letzte Woche habe ich Dir daher einmal eine Spielform an die Hand gegeben, mit der Du das Laufverhalten Deiner Spitze trainieren kannst. Durch die Spielform wurde Deine Spitze ständig dazu aufgefordert, sich vom Gegner zu lösen, sich anspielbar zu machen und den Ball entweder per Klatschball prallen zu lassen oder aber in die nächste Zone zu spielen. Hierfür war es für Dich als Trainer wichtig, auf ein gutes Timing in der Freilaufbewegung sowie den verschiedenen technisch-taktischen Lösungsmöglichkeiten zu achten und die Spitze dahingehend im Detail zu coachen. Du kannst Dir die Spielform >>> HIER <<< noch einmal anschauen.

Heute möchte ich Dir eine wettkampfgemäße Spielform auf zwei Großtore aus dem 7 vs 7 vorstellen, die ebenfalls das ständige Freimachen der Spitze fordert und provoziert und somit das Verhalten Deiner Spitze verbessern wird. Wie in der Vorwoche kommt es aber auch hier auf ein detailliertes Coaching der Spitze an!

Schwerpunkte:

🔸 Lösen vom Gegner
🔸 Erkennen von freien Räumen – Orientierung & Wahrnehmung
🔸 Ballan- & -mitnahme
🔸 Ballsicherung
🔸 Passspiel

Coaching:

🔸 Im richtigen Moment vom Gegner lösen
🔸 Hin- und herlaufen der Spitze vermeiden
🔸 Körperfinten der Spitze
🔸 Möglichkeiten des Ablockens aufzeigen

Grundaufbau

Abb.1 – Grundaufbau

In einer Spielfeldhälfte wird etwas breiter als 16er Breite gespielt. In der Spielfeldmitte wird eine ca. 15m tiefe Zone aufgespannt (gelb), die über die gesamte Spielbreite verläuft. Die Mannschaften werden in ein 7 vs 7 eingeteilt. Es ist auch noch ein 8 vs 8 möglich. Ab einem 9 vs 9 würde ich aber empfehlen, das Spielfeld in der Länge zu vergrößern, um in wettspielgemäßen Räumen trainieren zu können. Hast Du eine ungerade Anzahl an Spielern im Training, so bestimmst Du einfach einen Neutralen Spieler, der jeweils bei der ballbesitzenden Mannschaft agiert. Die Linien der mittleren Zone dienen zugleich als Abseitslinie für die jeweiligen Mannschaften (s.Abb.1).

Haupteil

Spielform

Abb.2 – Grundablauf

In der Spielform geht es für Team Rot bzw. Blau zunächst einmal darum aus dem freien Spiel heraus, Tore auf die Großtore zu erzielen bzw. diese zu verhindern. Allerdings darf erst in das gegnerische Drittel gespielt werden, wenn zuvor die eigene Spitze mindestens einmal in der Mittelzone (gelbe Zone) kontrolliert angespielt wurde. Dabei ist es egal, ob das Anspiel aus der eigenen Aufbauzone oder aus der Mittelzone erfolgt.

Wurde die Spitze erfolgreich angespielt und bleibt die Mannschaft in Ballbesitz, so darf nun unter Beachtung der Abseitslinie (Endlinie der Mittelzone, s.Abb.1) in die gegnerische Endzone gespielt werden. Tore dürfen aus allen Zonen erzielt werden. Es muss aber immer vorher die Spitze mindestens einmal angespielt worden sein.

Variationen


Die Spielform kann wie immer variiert werden. Der Grundaufbau sollte aber immer gleich bleiben. Da wir in dieser Spielform die Spitze fordern und fördern wollen, sollten die Variationen das Freilaufverhalten der Spitze und die Ballkontrolle der Spitze provozieren. Hierfür bieten sich folgende Provokationsregeln an:

Variation 1

🔸 Kontaktvorgabe für die Spitze

Du kannst die Spitze dazu anleiten mit nur einem einzigen Kontakt zu spielen oder aber festlegen, dass sie mindestens zwei Kontakte machen muss. Bei einem Kontakt wird Deine Spitze eher im Bereich der Orientierung & Wahrnehmung sowie im technisch-taktischen Aspekt des Prallenlassens geschult. Bei mindestens zwei Kontakten muss sich Deine Spitze wahrscheinlich mit einem kurzen Dribbling vom Gegner lösen oder den Ball mit seinem Körper geschickt absichern, um dann auf Nachrücker oder vielleicht sogar in die Tiefe spielen zu können. Überleg Dir also genau, was Du von Deiner Spitze sehen möchtest.

Variation 2

🔸 Zusatzpunkt bei Überdribbeln der Abseitslinie

Eine weitere Möglichkeit die Spielform interessanter zu machen besteht darin, der Mannschaft, die ein Tor erzielt einen Extrapunkt (oder dreifache Punktzahl) zu geben, wenn die Spitze zuvor die Abseitslinie überdribbelt hat. Alle anderen Toren zählen wie gehabt nur einfach. Hiermit kannst Du deine Spitze dazu ermutigen, die letzte Linie des Gegner zu durchbrechen und 1 vs 1 oder auch 1 vs 2 Duelle zu suchen, wenn sich ein entsprechender Raum öffnet. Auch hier spielt Orientierung & Wahrnehmung natürlich eine wichtige Rolle sowie technisch-taktische Aspekte des Dribbling. Ein detailliertes Coaching, welche Finte, wann am Besten eingesetzt werden kann, ist dabei unerlässlich. Daher solltest Du immer wieder passende Situationen einfrieren und nachspielen und detailliert Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.


Diese Spielform verlangt einiges von Deiner Spitze ab. Aber auch als Trainer bist Du in dieser Spielform extrem gefordert. Denn es gilt, die Spitze gezielt zu coachen. Das heißt, dass Du als Trainer das Spielgeschehen genau beobachten und geeignete Spielsituationen anhalten und einfrieren musst. Als Trainer gilt es hier auf die vielen kleinen Details zu achten und diese an die Spitzen weiterzugeben – z.B. ein geschickter Arm- bzw. Lauffinteneinsatz (Abdrücken vom Gegner, um den Gegner drumherum winden, Kommen und Gehen, Gehen und Kommen, etc.), der Einsatz der richtigen Finten (


„Diese Grafiken sind erstellt mit easy Sports-Graphics – www.easy-sports-software.com

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