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BALLZIRKULATION & SPIELVERLAGERUNG

Zum Start der neuen Trainingswoche habe ich eine tolle Übung für Dich vorbereitet, die ich „BALLZIRKULATION & SPIELVERLAGERUNG“ nenne. Wie der Name der Spielform schon vermuten lässt, geht es um das Verbessern des Zusammenspiels. Je nachdem auf welchen Schwerpunkt Du dich als Trainer festlegst, kann diese Spielform aber genauso eine Vorbereitung auf das Erlernen eines gelenkten Pressings sein.

Wie die Trainingsübung aussieht und funktioniert, welche taktischen Elemente Deine Mannschaft mit dieser Spielform erlernen wird, worauf Du als Trainer bei dieser Trainingsübung achten solltest und welche Variationsmöglichkeiten Dir dabei zur Verfügung stehen, wird Inhalt dieses Beitrages sein.

Schwerpunkte:

🔸 Anbieten & Freilaufen / Spiel ohne Ball
🔸 Wahrnehmung & Orientierung
🔸 Kombinieren im engen Raum
🔸 Pressingsituationen herstellen
🔸 Spielverlagerung
🔸 Erkennen von freien Räumen

Coaching:

🔸 Anbieten und Freilaufen – aus dem Deckungsschatten lösen
🔸 Offene Stellungen
🔸 Freie Räume anlaufen und anspielen
🔸 Tempowechsel fordern
🔸 Raumaufteilung
🔸 Mutig und mit Entschlossenheit pressen

Grundablauf

Abb.1 – Grundaufbau

Ein Spielfeld mit den Maßen 40m x 15-18m (Spielfeldmaße ggf. an Spielstärke, Alterstufe, etc. anpassen) abstecken. 10-14 Spieler. Bei 10 Spielern wird in einer Spielfeldhälfte 5 vs 3 plus 2, die in der anderen Hälfte verweilen, gespielt. Bei 12 Spielern 6 vs 4 plus 2, bei 14 Spielern 7 vs 5 plus 2. Das Überzahlteam spielt auf Ballhalten in ihrer Hälfte, das Unterzahlteam versucht in die Balleroberung zu kommen. Gelingt es dem Unterzahlteam den Ball ⚽️ zu erobern, versuchen sie so schnell es geht in ihre Hälfte zu ihren beiden Mitspielern zu verlagern und spielen dort ebenfalls auf Ballhalten. Entsprechend rücken vom anderen Team so viele Spieler nach, dass nur noch zwei Spieler in ihrer eigenen Hälfte sind. Verliert das Überzahlteam den Ball durch einen Fehlpass ins Seitenaus, spielt der Trainer einen Ball in die Hälfte des Unterzahlteams ein, sodass das Spiel wieder verlagert wird. Ebenfalls kann er einen Ball in die Hälfte des Unterzahlteams einspielen, wenn die Überzahlmannschaft zu lange in Ballbesitz bleibt.

Dadurch muss sich die ballbesitzende Mannschaft immer wieder neu im Raum orientieren und sein Freilaufverhalten anpassen. Der Passgeber muss entsprechend den Blick vom Ball lösen und sowohl Gegner als auch Mitspieler und die freien Räume im Blick haben.

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Variationen

Nachfolgend möchte ich Dir ein paar Möglichkeiten aufzeigen, diese Trainingsübung zu variieren. Dadurch kannst Du neue Schwerpunkte für Deine Spieler setzen oder aber die zu trainierenden Schwerpunkte noch deutlicher akzentuieren, sodass die Spieler vor neue Herausforderungen gestellt werden, ohne den Übungsaufbau maßgeblich verändern zu müssen. So können die Schwerpunkte eher gruppentaktischer Natur sein oder aber sich auf technisch-taktische Komponenten des Fußballspiels beziehen.

Variation 1

Abb.2 – Variation 1

An der Spielfeldmitte wird zusätzlich eine Zone abgesteckt (gelb markiert), in der ein zusätzlicher Spieler (neutral) postiert wird. Selber Ablauf wie zuvor. Doch jetzt muss nach der Balleroberung erst über den zentralen Spieler verlagert werden.

Variation 2

Abb.2 – Variation 2

Wie zuvor. Jetzt darf erst zum Verlagerungsspieler gespielt werden, wenn vorher ein Mitspieler angespielt wurde.

Variation 3

Abb.3 – Variation 3

Die mittlere Zone wieder wegnehmen. Dafür auf jeder Spielfeldseite je zwei Minitore (alternativ ein Großtor mit Torhüter) aufstellen (nicht in den Grafiken abgebildet). Wie Grundablauf. Nach Balleroberung, nicht verlagern, sondern in die Minitore abschließen. Trifft das Unterzahlteam, spielt der Trainer einen neuen Ball in die andere Hälfte. Trifft das Unterzahlteam nicht, spielt der Trainer wieder zum Überzahlteam ein. Das Überzahlteam hat die Aufgabe eine Mindestanzahl an Pässen zu spielen (je nach Leistungsstärke mehr oder weniger Pässe einfordern) und soll nach Erreichen der Passanzahl ebenfalls die Minitore bespielen.

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